Über das
Programm

Das Programm «Gesundheitskompetenz Zürich» will mit Praxisprojekten und Kampagnen dazu beitragen, die Gesundheitskompetenz der Zürcher Bevölkerung und der Gesundheitsversorger zu stärken.

Warum braucht es dieses Programm?

Rund die Hälfte der Schweizer Bevölkerung berichtet über deutliche Schwierigkeiten im Umgang mit gesundheitsbezogenen Informationen. Diesen Personen fällt es schwer, gesundheitsrelevante Informationen zu finden und zu bewerten. So bereitet es zum Beispiel Mühe zu entscheiden, ob Informationen aus den Medien vertrauenswürdig sind oder ob und wann eine Zweitmeinung zu einem medizinischen Befund oder einem Behandlungsvorschlag eingeholt werden soll.

Das Potenzial, das sich durch eine Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung bietet, wird noch längst nicht ausgeschöpft. Dies betrifft sowohl das Gesundheitsverhalten, die Krankenbehandlung wie auch die Chancengerechtigkeit. In der Schweiz wurde die Stärkung der Gesundheitskompetenz explizit als Massnahme in die Bundesstrategie «Gesundheit 2020» aufgenommen. Auch in der «Nationalen Strategie zu den nichtübertragbaren Krankheiten» (NCD-Strategie) wird sie als grundlegendes Element genannt. Nichtübertragbare Krankheiten sind zum Beispiel Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes.

Die Gesundheitskompetenz ermitteln – und dann stärken!

Die Zahlen für die Schweiz lassen ähnliche Resultate für den Kanton Zürich erwarten. Bislang fehlen aber kantonale Daten. Dies will das Programm «Gesundheitskompetenz Zürich» rasch ändern. Ab Frühjahr 2019 liegen aktuelle Zahlen über die Gesundheitskompetenz im Kanton Zürich vor. Die Umfrage wurde nach der gleichen Methode durchgeführt wie die schweizweite Bevölkerungsbefragung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) von 2015 und die Befragungen im EU-Raum. So lassen sich die Zahlen vergleichen.

Ab Frühjahr 2019 liegen auch für den Kanton Zürich aktuelle Zahlen vor.

«Gesundheitskompetenz Zürich» – der Name ist Programm. Bereits sind erste Projekte geplant oder befinden sich in der Entwicklungsphase. Sie werden zusammen mit Praxispartnern durchgeführt und sollen unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.

Fest steht: Es besteht Handlungsbedarf – nicht zuletzt auch mit Blick auf die steigenden Gesundheitskosten. Anstrengungen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz lohnen sich – für jede und jeden persönlich, wie für die Gesellschaft als Ganze!